Über digimeda

digimeda ist eine Datenbank für digitale Medizin in Deutschland.

Mit digimeda erhalten Sie einen Überblick, welche deutschsprachigen digitalen Gesundheitsanwendungen („Gesundheitshelfer“) es für bestimmte Erkrankungen gibt. Sie erhalten außerdem Orientierung, welche dieser Anwendungen vertrauenswürdiger sind. Derzeit befindet sich digimeda noch im Aufbau. Daher bezeichnen wir den aktuellen Stand als „Betaversion“.

Unter digitalen Gesundheitsanwendungen verstehen wir z. B. Apps, Websites, Chatbots, Skills für digitale Sprachassistenten (wie Alexa, Google Home etc.), Computerprogramme oder mit einer App verknüpfte Geräte, die für die Nutzung durch Patienten und/oder Angehörige vorgesehen sind.

Was ist die Mission von digimeda?

Die Zahl digitaler Gesundheitsanwendungen nimmt stetig zu. Wie kann man bei der großen Auswahl den Überblick behalten? Und wie lässt sich die Qualität der Angebote beurteilen? Mit diesen Fragen werden Patienten und Angehörige bisher weitgehend allein gelassen. Anders als bei Medikamenten gibt es für die meisten digitalen Gesundheitsanwendungen bisher keine behördlichen Register oder Zulassungsverfahren. Nur ein sehr kleiner Anteil der digitalen Anwendungen wird als Medizinprodukt in Verkehr gebracht (und erfüllt somit hohe Qualitätsstandards). Auch andere Möglichkeiten der unabhängigen Prüfung werden noch nicht oft genutzt. Es ist daher sehr schwer, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Angebote es für eine bestimmte Erkrankung oder einen bestimmten Einsatzzweck gibt und welche davon vertrauenswürdig und sicher sind.

Unser Ziel ist es, genau diesen Überblick zu ermöglichen. Nutzer von digimeda.de finden mithilfe der krankheitsbezogenen Suche und verschiedener Filter passende digitale Gesundheitsanwendungen. Sie können sich schnell über verschiedene Aspekte informieren, z. B. welche Anwendungen für Ihre Geräte geeignet sind, welche zertifiziert sind oder für welche die Kosten von der eigenen Krankenkasse übernommen werden.

Das Team von digimeda führt selbst keine Prüfungen von Apps, Websites oder anderen digitalen Anwendungen durch. Wir listen nur die Prüfungen auf, denen die einzelnen Gesundheitsanwendungen unterzogen wurden.


Welche digitalen Gesundheitsanwendungen werden in die digimeda-Datenbank aufgenommen?

In die digimeda-Datenbank werden Anwendungen aufgenommen, die der Vorsorge, Diagnose, Behandlung oder dem „Management“ konkreter Krankheiten dienen. Nicht aufgenommen werden digitale Gesundheitsanwendungen, die allein der generellen Gesundheitsförderung dienen oder eher einen Wellnessaspekt haben (z. B. Schrittzähler, Kalorienrechner, Fitnessübungen etc.).

Die Einschlusskriterien im Detail:

Ein digitales Gesundheitsangebot kann in die digimeda-Datenbank aufgenommen werden, wenn es

  • sich an Patienten und/oder Angehörige richtet,
  • Bezug zu einer oder mehreren konkreten Erkrankungen hat,
  • bei Prävention, (Selbst-)diagnose, Therapie, Nachsorge, Dokumentation, Selbstmanagement oder Forschung eingesetzt wird und
  • in deutscher Sprache verfügbar ist.

Es werden auch elektronische Gesundheitsakten, Notruf-Anwendungen und Erinnerungshilfen für die Medikamenteneinnahme aufgenommen, da sie direkten Bezug zur medizinischen Versorgung haben.

Die Ausschlusskriterien im Detail:

Nicht aufgenommen werden digitale Gesundheitsanwendungen, wenn sie ausschließlich

  • der Information oder dem Lernen dienen,
  • die Themen Ernährung, Bewegung, Wellness beinhalten ohne Bezug zu konkreten Erkrankungen zu haben,
  • unspezifische Tests beinhalten (z. B. BMI-Rechner),
  • Online-Shops (z. B. Versandapotheken) sind,
  • Verzeichnisse von Ärzten, Therapeuten, Kliniken, Apotheken sind,
  • Informationen für Ärzte enthalten oder
  • genutzt werden können, nachdem ein bestimmtes Arzneimittel verordnet wurde. (Solche Anwendungen sollen zukünftig für Ärzte sichtbar sein.)

Die Ein- und Ausschlusskriterien können sich zukünftig ändern.

In der digimeda-Datenbank sind nicht sämtliche digitalen Gesundheitsanwendungen enthalten, die den Einschlusskriterien entsprechen. Für eine vollständige Darstellung des gesamten Angebots wäre der Recherche- und Aktualisierungsaufwand aktuell zu groß.

Für die „Betaversion“ der Website nutzt das digimeda-Team folgende Recherche-Quellen: Google Play Store, Apple App Store, Skill Stores für Alexa und Google Assistant, Websites von zertifizierenden Institutionen, Fachartikel zum Thema Apps und digitale Gesundheitsanwendungen [1-9].

Fehlt Ihre Anwendung? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Wovon ist die Reihenfolge der Suchergebnisse (das „Ranking“) abhängig?

Oft gibt es mehrere oder sogar viele digitale Gesundheitsanwendungen für eine bestimmte Erkrankung. Nach einer Suchanfrage bei digimeda.de sind die Anwendungen in einer Reihenfolge aufgelistet, die sich an der Anzahl der Zertifizierungen und sonstiger Prüfungen orientiert, denen das Angebot unterzogen wurde.

Diese „Ranking-Logik“ berücksichtigt folgende Informationen:

TÜV – Technischer Überwachungsverein, afgis – Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem, HON – Health On the Net Foundation, ZTG – Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH
Priorität Zertifizierung / Test
1 Zertifizierung durch eine medizinische Fachgesellschaft
2 Zertifizierung als Medizinprodukt
3 In Studien belegte Wirksamkeit
3 Datenschutz geprüft (z. B. durch TÜV)
3 Alle 7 Kriterien des HealthOn-Ehrenkodex erfüllt (bei Apps)
3 Prüfung durch Stiftung Warentest, mit einer Note besser als 2,5 (gut und sehr gut)
3 Zertifizierung durch afgis (bei Websites)
3 Zertifizierung durch HON (bei Websites)
3 Zertifizierung durch Stiftung Gesundheit (bei Websites)
4 Prüfbericht des ZTG (ohne Zertifizierung), Ergebnis neutral oder besser
4 Prüfbericht einer Patientenorganisation (ohne Zertifizierung), Ergebnis neutral oder besser
4 Prüfbericht einer Fachzeitschrift (ohne Zertifizierung), Ergebnis neutral oder besser
5 Der Anbieter hat seine Daten geprüft und die Beschreibung vervollständigt.
6 Anwendungen, die nicht geprüft wurden und für die der Anbieter keine Beschreibung zur Verfügung gestellt hat, werden nach dem Zufallsprinzip aufgelistet. Die Sortierung wird wöchentlich neu berechnet.

Mehr Infos zu prüfenden Institutionen

Die Abfrage der Priorität erfolgt stufenweise. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Vorhandensein mehrerer Prüfungen der Priorität 3 nie höher gewertet wird als das Vorhandensein der Zertifizierungen mit Priorität 1 oder 2.

Immer wenn mehrere Anwendungen einen gleichen „Rang“ hätten, werden diese Anwendungen in zufälliger Reihenfolge angezeigt. Die Sortierung wird wöchentlich neu berechnet.

Mehr Infos zur Beurteilung der Qualität von Apps

Mehr Infos zur Beurteilung der Qualität von Websites


Wer finanziert digimeda?

Aktuell werden die digimeda-Datenbank und die Website digimeda.de allein von der Spirit Link GmbH finanziert.

Bei der Sicherung einer langfristigen Finanzierung (Erarbeitung eines Geschäftsmodells, Zusammenarbeit mit Partnern) wird die Spirit Link GmbH sicherstellen, dass

  • die für Patienten und Angehörige wichtigen Informationen zu den einzelnen Gesundheitsanwendungen stets öffentlich zugänglich bleiben.
  • das Ranking der einzelnen Gesundheitsanwendungen nie von finanziellen Zuwendungen beeinflusst werden kann.

Wer ist das Team hinter digimeda?

Viele Menschen haben am Entstehen von digimeda mitgewirkt und werden die Plattform kontinuierlich weiterentwickeln. Das Kernteam besteht aus: Dr. med. Susanne Rödel (inhaltliche Leitung, Konzeption, Redaktion), Karin Tröger (Diplom-Psychologin, Konzeption), Martina Pröger (Design, Konzeption), Jonas Bach, Tim Konheiser, Torsten Gräßler (jeweils Programmierung und Konzeption), Markus Hanauer (Geschäftsführer von Spirit Link und Unterstützer). Wir werden von vielen motivierten Kollegen unterstützt, z. B. bei Recherche und Testing (unter anderem der Funktionalität). In der Vergangenheit haben an digimeda mitgearbeitet: Johannes Hilgert (Arzt, war bis Februar 2019 in viele Prozesse involviert), Jonas Bach (Programmierung und Konzeption der ersten Version im Sommer 2018)